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Der Immobilienfachwirt IHK

Der Immobilienfachwirt ist eine höhere kaufmännische Qualifikation auf Bachelor-Niveau mit öffentlich-rechtlichem Abschluss. Um die Wertigkeit des Abschlusses zu verdeutlichen, ist mittlerweile auch die Bezeichnung Bachelor Professional of Real Estate Management geläufig.
Die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt stellt also, gerade für Berufstätige, eine spannende Alternative zum klassischen Studium dar.
 

Voraussetzungen für den Kurs

Wer über eine kaufmännische Ausbildung in der Immobilienbranche sowie über ausreichend Berufserfahrung verfügt, kann an der Fortbildung zum Immobilienfachwirt teilnehmen. Konkret wird zur Prüfung zugelassen, wer folgende Voraussetzungen vorweisen kann:

  • Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in der Immobilienwirtschaft plus eine mindestens einjährige Berufspraxis
  • Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einer kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildung plus eine mindestens zweijährige Berufspraxis
  • Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in einer anderen Ausbildung plus eine mindestens dreijährige Berufspraxis
  • Eine mindestens fünfjährige Berufspraxis

Dabei ist wichtig, dass die Berufspraxis nachweisbar inhaltliche Bezüge zur Immobilienbranche hat.

 

Dauer der Weiterbildung

Der DIHK-Rahmenplan sieht für die Ausbildung zum Immobilienfachwirt 530 Unterrichtsstunden vor. Daraus ergibt sich bei Vollzeitkursen eine Dauer von ungefähr 6 Monaten und bei berufsbegleitenden Lehrgängen eine Dauer von 18 bis 24 Monaten.
Natürlich gibt es die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt auch als Fernstudium. Dafür muss man ebenfalls eine längere Kursdauer in Kauf nehmen.

 

Berufsperspektiven und Aufgaben

Immobilienfachwirte werden zum Beispiel in folgenden Bereichen und Branchen tätig:

  • Immobilienmakler
  • Immobilienwertermittlung
  • Immobilienmanagement
  • Facility-Management, Wohnbauverwaltung
  • Bauunternehmen, Bauingenieure, Architektur-Büros
  • Banken (vorwiegend Immobilien-Finanzierung und Hypotheken)
  • Versicherungen (vorwiegend Gebäudeversicherung, oft Leistungsabteilung/Schadenfälle)

Die Kenntnisse von Immobilienfachwirten sind weitläufig und umfassen im mittleren und oberen Management sehr viele Themen. Unter anderem sind Kenntnisse in Betriebswirtschaft & Controlling, Geschäftsprozesse in der Immobilienwirtschaft, Immobilien-Bewirtschaftung, Bauprojekt-Management, Personalführung, Immobilien-Marketing, Immobilien-Vertrieb, Tätigkeiten als Immobilienmakler und Wertermittlung von Immobilien für den Immobilienfachwirt nötig.



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FAQ zum Immobilienfachwirt

Die Prüfung zum Immobilienfachwirt IHK schafft nur jeder zweite Teilnehmer. Die Durchfallquote beträgt also 50%.

Immobilienmakler ist ein Beruf (den man auch ohne Ausbildung ergreifen kann) und Immobilienfachwirt ist eine Qualifikation, die man durch Ausbildung mit anschließender Weiterbildung erreichen kann.

Die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt IHK kostet zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Hinzu kommen Prüfungsgebühren, die je nach IHK bei 500 bis 800 Euro liegen.

In Vollzeit kann man den Abschluss nach 4 bis 6 Monaten machen. Berufsbegleitend dauert die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt 12 bis 18 Monate.

Der Immobilienfachwirt ist kein klassisches Hochschulstudium. Die Qualifikation liegt aber auf dem gleichen Niveau wie der Bachelor und daher dürfen Immobilienfachwirte die Bezeichnung Bachelor Professional of Real Estate führen.